Interview mit der Autorin Judith Le Huray (November 2007)Hier erfährst du mehr über die Autorin von „Umwege zum Glück“. Es lassen sich erstaunlich viele Parallelen zu ihrem Leben feststellen, wenn man das Buch gelesen hat. Aber bilde dir am besten selbst eine Meinung.![]() In deinem Buch erzählt ein Hund. Könnte es deiner sein? Nein. Meine Lissy ist sehr ängstlich. Durch den Geruch und Lärm vieler Menschen würde sie in Panik ausbrechen. Glücklicherweise habe ich einen lieben Mann, der mich nicht verlässt, und deshalb muss Lissy auch nicht mit ins Studio. Beruht vieles vom Buch auf wirklichen Begebenheiten? Manches ist tatsächlich in meinem Studio ähnlich passiert. Ich konnte viele Erfahrungen verwerten. Und alles könnte sich auf jeden Fall so etwa zutragen. Nun gut, ob Hunde ganz so intelligent sind, bin ich mir nicht sicher. Obwohl ich manchmal das Gefühl habe, dass meine Lissy jedes Wort versteht. ;-) Wie wird man Tanzpädagogin? Bis jetzt gibt es kein einheitliches Berufsbild. Man kann Tanzpädagogik studieren oder eine Ausbildung an einer privaten Schule machen. Auf jeden Fall ist es nicht mit einer dreijährigen Ausbildung getan; die meisten Tanzpädagogen fangen bereits als Kind an zu tanzen. Wann hast du mit dem Tanzen begonnen? Mit 8 Jahren. Damals hatte ich zunächst 4 x und mit 10 Jahren dann 5 x wöchentlich Ballett-Unterricht. Warum hast du das Buch „Umwege zum Glück“ geschrieben? Es gibt sehr viele „rosarote“ Ballettbücher für kleine Mädchen. Aber Jugendromane aus den Bereichen Jazztanz, Hip Hop etc. sind kaum zu finden. Für die vielen Jugendlichen, die im Tanzstudio (auch) etwas anderes als Ballett machen, wollte ich ein Buch schreiben, in dem sie ein Stück von ihrem Hobby wiederfinden. Wann hast du mit dem Schreiben angefangen? Mit etwa 6 Jahren schrieb ich meine erste Kinderdetektivgeschichte, mit 10 Jahren vor allem Gedichte, mit 14 wollte ich einen Roman für Erwachsene schreiben. Aber da fehlte mir dann doch etwas Lebenserfahrung. ;-) Im Jahr 2005 habe ich das ganze ernsthaft begonnen und mein erstes Vorlesebuch geschrieben. Ein Jahr später folgte der Tanzroman. Wann findest du Zeit, zu schreiben? Vor allem in den Sommerferien. Da schreibe ich täglich mehrere Stunden. ![]() Schreibst du von Hand oder am Computer? Ich schreibe alles zuerst von Hand. Am besten ist es, wenn ich meine Beine hochlegen kann, z.B. auf dem Liegestuhl im Garten (da schreibe ich besonders gerne) oder auf meinem Sofa. Den Block habe ich auf dem Schoß, den Bleistift in der Hand, Rechtschreibbuch und Radierer neben mir. Abends wird dann alles in den Computer eingetippt. Dabei gibt es bereits die erste Korrektur. Warum schreibst du nur Kinder- und Jugendbücher? Ich habe früher als Erzieherin und jetzt als Tanzpädagogin immer viel mit Kindern gearbeitet. Außerdem lese ich selbst gerne Kinder- und Jugendbücher. Es liegt mir eher, als für Erwachsene zu schreiben, und ich glaube, dass ich den Kindern und Jugendlichen etwas zu erzählen habe. Was ist dein nächstes Projekt? Zur Zeit arbeite ich an einem Buch für Jungs und Mädchen ab 9 Jahren, in dem ein Außerirdischer auf der Erde landet. Es wäre also was für die kleinen Brüder und Schwestern der elementgirls. ;-) |